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Pressestimmen zu unseren Konzerten

Herbstkonzert 2011: Virtuose Oboenklänge

Herbstkonzert des Orchestervereins Dottikon (OVD) mit dem Oboisten Kurt Meier

Zum ersten Mal präsentierte der OVD ein Konzertprogramm, das der Bremgarter Dirigent Gunhard Mattes von Grund auf mit dem Orchester erarbeitet hatte. Den Unterschied konnte man hören und fühlen.

Am Wochenende lud der Orchesterverein Dottikon zu seinem Konzert "Virtuose Oboenklänge". Die Aufführungen - am Samstag in Seon, am Sonntag in der voll besetzten Kirche Dottikon - wurden diesem Anspruch vollauf gerecht. Solist das Abends war der Oboist Kurt Meier, Professor an der Musikhochschule Luzern und international gefragter Solist.

Im Konzert des böhmischen Komponisten Franz Krommer (1759 -1831) konnte er seine Virtuosität eindrucksvoll unter Beweis stellen sowie die lyrischen Passagen berührend gestalten. In den drei Sätzen mit ihren unterschiedlichen Charakteren, von lebhaft über fragend bis tänzerisch, brillierte Meier mit wieselflinken Fingern, aber auch mit herrlichem Ton und tief empfundener Gestaltung. Das Orchester begleitete aufmerksam und mit differenzierter Dynamik. 

Gassenhauer mit Englischhorn

Das zweite Solowerk stammte von Anton Reicha (1770-1836), einem weiteren böhmischen Komponisten, und stellte das Englischhorn ins Zentrum. Diese Altoboe klingt tiefer als die Oboe und hat einen weicheren Klang. Die "Szene für Englischhorn" ist eines der wenigen konzertanten Werke für dieses Instument. Auf eine Einleitung mit mehreren kurzen Solopassagen folgte ein Rondo mit einem sehr eingängigen Thema, ein eigentlicher Gassenhauer.

Eingerahmt wurden die beiden Solostücke von zwei Orchesterwerken. Den Auftakt bildete die Sinfonia von Mozart: jedoch nicht vom berühmten Wolfgang Amadeus, sondern von seinem Sohn Franz Xaver. Dieses spritzige Werk trug der Orchesterverein mit viel Schwung vor.

Zum Abschluss folgte die Sinfonie Nr. 94 "mit dem Paukenschlag" von Joseph Haydn. Hier konnte der Orchesterverein Dottikon seine Qualitäten unter Beweis stellen. Der berühmte "Paukenschlag"  im zweiten Satz kam als aufrüttelnder Knall daher und machte den Musikern sichtlich Freude. Ein grosses Verdienst kommt dabei dem neuen Dirigenten Gunhard Mattes zu. Seine Musizierfreude und Sicherheit strahlte spührbar auf des Orchester aus. 

So befreit hat man den OVD lange nicht mehr spielen hören. Anhaltender Applaus belohnte den Solisten, den musikalischen Leiter und die Mitspieler.



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Wohler Anzeiter; 2011-11-22 (zg)

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