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Pressestimmen zu unseren Konzerten

Serenade 2010: Pasta & Opera

Mediterranes zwischen Containern - Classic Openair

Ein Sommernachtstraum zwischen profanen Übersee-Containern – der Männerchor Seon machte dies möglich. Als Organisator des Classic-Openairs « Opera e Pasta » zog der Verein alle Register, um den Anlass zu einem guten Gelingen zu bringen.

Mit sommerlichen Temperaturen kam das Wetter auf Samtpfoten daher. Würde der laue Wind bald in Regengüsse umschlagen, würden sich die dräuenden Wolken demnächst entladen? Bis zum Schluss der Veranstaltung zeigte sich, allen Unkenrufen zum Trotz, kein einziger vorwitziger Regentropfen und es kamen keine Pelerinen zum Zug.

Man genoss jene Temperaturen, die man von Opernaufführungen in südlichen Gefilden kennt. Die verlockenden Düfte, die der Wind aus der Küche herbeitrug, machten das mediterrane Ambiente komplett.

Beziehungen zum Wettergott

Beziehungen zum Wettergott oder zu Jürg Kachelmann persönlich – wie dies Dirigent und Pianist Andres Joho in seinen launigen Einflechtungen betonte –, die Besucher nahmen den milden Abend als ganz besonderes Geschenk. Zu Hunderten sind sie am Freitagabend ins Gewerbegebiet Birren geströmt, wo bei der Firma Oehninger eine respektable Arena aus Überseecontainern und eine Resonanzwand aus Lastwagen aufgebaut worden war.

Die Besucher nahmen Container-Schriftzüge wie «Maersk-Sealand» und «Hapag-Lloyd» wahr und statt auf samtenen Sesseln zu sitzen, begnügte man sich mit einfachen Sitzgelegenheiten.

Bekannte Opernmelodien

In einer gelungenen Symbiose aus Chören (Männerchor/Frauenchor Seon, Männerchor Dottikon/Villmergen), Orchester (Orchesterverein Dottikon unter Heinz Binder) und Solisten (Barbara Buhofer, Sopran, Daniel Zihlmann, Tenor, Ulrich S. Eggimann, Bass) wurde unter der musikalischen Leitung von Andres Joho ein sommerliches Menü aus leicht verdaulichen Opernmelodien offeriert.

Neben bekannten Liedern, bei denen man liebend gern mitgesummt hätte, wurde der Abend auch mit weniger bekannten Melodien aufgemischt. «Estrellita», das erste und einzige Werk von Manuel M. Ponce, fügte sich lieblich in die berühmten Opernkompositionen ein.

Als Kernstück des Abends präsentierte sich der Gefangenenchor aus «Nabucco» von Giuseppe Verdi. «Va, pensiero, sull’ali dorate», tönte es kraftvoll und berührend mit Chor und Orchester, als Abrundung später auch mit stimmlicher Verstärkung des Publikums.

Reverenz an König Fussball

Neben perfekt abgestimmten, mit Orchester und Klavier begleiteten Soli und Duetten zollten die Solisten Barbara Buhofer, Ueli Eggimann und Daniel Zihlmann, mit Bällen jonglierend und elegant dribbelnd, vom Chor unterstützt, in einer witzigen Persiflage auch dem König Fussball seinen Tribut.

Wurden die zahlreichen Gäste mit den musikalischen Höhenflügen, nicht zuletzt auch mit der Czardas-Melodie Nr. 1 von Vittorio Monti, makellos dargeboten von der Konzertmeisterin Sonja Jungblut, symbolisch in die weite Welt hinausgetragen, wurden sie nach Mitternacht mit dem Groove der Wynavalley-Oldtime-Jazzband swingend und klingend über den grossen Teich nach New Orleans entführt.

Mehrere hundert Besucher wohnten der zweiten Auflage des Classic-Openair in der Seoner Container-Arena bei.

Aargauer Zeitung / MLZ; 2010-06-14 (Rolf Jenni / Margrit Rüetschi)

Italienischer Hörgenuss in englischem Rahmen

«Pasta Opera» taufte der Orchesterverein Dottikon sein Serenadenprogramm, das unter der Leitung von Heinz Binder und Andreas Joho gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Dottikon/Villmergen, dem Frauenchor Seon und dem Männerchor Seon im Schaugarten von Rosen Huber zur Aufführung kam.

Das Gartenzelt inmitten des blühenden Rosengartens und der wolkenverhangene Himmel erinnerten eher an eine englische Tea Party denn an eine italienische Serenade. Erst das freudige Zusammenspiel des Orchestervereins und der drei Chöre liess im Gartenzelt dann italienische Stimmung aufkommen.

Stark trotz Festzelt-Akustik

So vielseitig und bunt wie der Rosengarten vor dem Zelt war auch das Serenadenprogramm auf der Zeltbühne. Die Arien, Duette und Trios aus Opern von Verdi, Mozart und Donizetti wurden auch wegen des engagiert mitwirkenden Solistentrios mit Barbara Buhofer, Daniel Zihlmann und Ulrich Eggimann zum Vergnügen.

Nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit dem originellen Auftritt sorgten die drei für beste Stimmung im Festzelt. Der Orchesterverein gefiel besonders in den Werken des deutschen Komponisten Gerhard Winkler, der als Unterhaltungsmusiker in den 1940er-Jahren Musikgeschichte schrieb. Ein Highlight war der Auftritt von Konzertmeisterin Sonja Jungblut, die in Vittorio Montis «Czardas Nr.1» als Solo-Violinistin brillierte und für ihr unglaublich schnelles und präzises Spiel verdienten, minutenlangen Applaus erntete.

Trotz der mässigen Festzelt-Akustik gelang es dem Orchesterverein gemeinsam mit den Gastchören und den Solisten, das italienische Serenadenprogramm sehr facettenreich und mit viel Gefühl vorzutragen.

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Aargauer Zeitung / MLZ; 2010-06-14 (sas)

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