Pressestimmen zu unseren Konzerten
Frühlingskonzert 2010: Mozart & Haydn

Musikalische Freundschaft - Freude
über ein gelungenes Konzert
Mit einer
Ouvertüre eröffnete das Laienorchester das etwas mehr als eine Stunde dauernde
Konzert, welches in der Bevölkerung gut ankam. Die Kirche war angenehm gefüllt.
Viele Freiämter verspürten den Drang an diesem nicht mehr so kalten Frühlingstag
den zwei Jahrhunderte alten frühlingshaften Klängen zweier Ausnahmekomponisten
zu lauschen.
Der majestätische
Eingang in Mozarts barockes "Idomeneo" war ein aufweckender Auftakt voller
Sinnbilder. Die Geschichte des kretischen Königs Idomeneo war Mozarts erste
italienisch geschriebene Ober und erzählt unter anderem von den Gefühlen
Idomeneos, der seinen eigenen Sohn zu opfern gezwungen wird. Musikalisch setzte
Mozart diese Empfindungen so um, dass die Natur, in Gestalt mächtiger Stürme und
Wassergewalt, symbolisch für die Macht und Abgründe menschlicher Emotionen
steht.
Ein
ungewöhnliches Komponistenduo
Das
Freundschaftsband zwischen Mozart und Haydn ist eines der besonderen Art. Auf
der einen Seite das Wunderkind Wolfgang Amadeus, welches schon mit neun Jahren
seine erste Sinfonie schreibt und auf der anderen Seite der kompositorische
Spätzünder Josef, der dies im 28. Lebensjahr tut. Schon der grosse
Altersunterschied lässt nicht auf eine gesellige Bekanntschaft schliessen.
Dafür war sie umso
mehr von gegenseitigem Respekt musikalischer Natur geprägt. Die beiden
Komponisten in einem Konzert zu vereinen ist also ein nachvollziehbarer
Entscheid, der auch dem Ohr gefällt.
Dafür sorgte nicht
zuletzt auch Sonja Jungblut, welche im zweiten Mozart-Werk "Konzert für Violine
und Orchester D-Dur Nr. 4 KV 218" ein starkes Solo bot. Dieses bot eine grosse
Bandbreite musikalischer Technik. Von einem Allegro über ein Andante Cantabile
mündet das Stück in einem Rondeau. Extrem schnelle und kraftvolle Abschnitte
wechseln sich mit zärtlichen und etwas langsameren Passagen ab, der
Solo-Violinistin wurde alles abverlangt. Die Herausforderung meisterte sie aber
gekonnt.
Die Qualität des
Konzerts ist auch Torsten Buldmann zu verdanken, der schon mit 20 Jahren zum
ersten Mal ein Profi-Orchester leitete. Der in Basel lebende freischaffende
Musiker und Profi-Dirigent bereitete die Dottiker seit Januar auf die beiden
Konzerte vor. Worin sieht er vor allem die Unterschiede zur Zusammenarbeit mit
einem Profi-Orchester? – "Mit einem Laien-Orchester sind nicht ganz alle Stücke
möglich und man muss mehr ins Details gehen, weil die musikalische Vorbildung
bei einem Profi natürlich etwas anders ist."
Freude
über gelungenes Konzert
Buldmann freut
sich, dass sich der OVD in den Proben gut gesteigert habe und schliesslich ein
gelungenes Konzert vortrug, welches mit dem Finale von Haydns Sinfonie Nr. 101
D-Dur "Die Uhr" seinen Schluss fand. Laut Haydn-Forscher H.C. Robbins-Landon der
"grossartigste sinfonische Finalsatz in Haydns Schaffen". Der Orchesterverein
Dottikon spielte demnach Grossartiges.
Wohler Anzeiger, 23. März 2010; Autor, Foto: deg
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