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Pressestimmen zu unseren Konzerten

Serenade 2008: "Ohrewürm"

Eine Serenade mit Donnerschlag

Orchesterverein Dottikon konzertierte im Altersheim St. Martin in Muri

Der um eine Harfe und etliche Bläser verstärkte Orchesterverein Dottikon präsentierte am Donnerstag vergangener Woche seine alljährliche Serenade im Altersheim St Martin. Nach zwanzig Takten war der Auftritt im Freien allerdings beendet.

(fh) Obwohl die Wetterlage bereits am Nachmittag zweifelhaft aussah, beschlossen die Verantwortlichen, das Risiko einzugehen und die Serenade im Freien abzuhalten. Vor Beginn warnte Dirigent Daniel Polentarutti das Publikum zwar, notfalls müsse man umziehen. Doch bereits nach zwanzig Takten erzwang der einsetzende Regen die allgemeine Flucht in den vorsorglich frei geräumten Speisesaal. Die Streicher brachten ihre Geigen, Bratschen und Celli in Sicherheit, die Harfe und die Kesselpauken wurden eilends ins Haus gerollt. Jung und Alt nahmen ihre Stühle und richteten sich im Trockenen ein, und dank spontaner Hilfsbereitschaft konnte nach kaum mehr als zehn Minuten das Konzert fortgesetzt werden.

Vor dem Hintergrund des rauschenden Regens und heftiger Donnerschläge erklang ein bunter Strauss beliebter Melodien aus den Operetten „Der Zigeunerbaron“ und „Im weissen Rössl“, gefolgt von Auszügen aus den Musicals „Cats“ und „West Side Story“. Für besinnliche Momente sorgten das „Intermezzo sinfonico“ und die „Méditation“ aus der Oper Thaïs mit der Violinistin Sonja Jungbluth, deren Solopart mit viel Schmelz und sattem Geigenklang das Publikum begeisterte.

Anschliessend dankte Heimleiter Jakob Strebel allen Beteiligten für die gut gelaunte Bewältigung des Ortswechsels, ganz besonders dem Personal, das zur Serenade jeweils freiwillig Überstunden macht, und lud die Anwesenden zu Bratwurst und Getränken ein.

Der Freischütz, 6. Juni 2008

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Orchesterverein Dottikon